Die Freude ist groß: Die Tour de Wallonie wird 2026 durch Eupen führen. Ein sportliches Großereignis, das unsere Stadt ins Rampenlicht rückt und vielen Bürgerinnen und Bürgern ein besonderes Erlebnis bieten wird. Den Organisatoren gebührt dafür Anerkennung.
Großveranstaltungen dieser Art bringen zweifellos eine starke Außenwirkung mit sich. Sie zeigen Eupen als lebendige, attraktive Stadt und stärken das Image weit über die Region hinaus. Viele der positiven Argumente, die allgemein für solche Events sprechen, sind bekannt und müssen nicht erneut im Detail ausgeführt werden.
Gleichzeitig darf ein wichtiger Punkt nicht aus dem Blick geraten: Der konkrete Nutzen für die regionalen Unternehmen. Erfahrungsgemäß profitieren diese nicht automatisch in dem Maße, wie man es sich erhofft. Deshalb ist es aus unserer Sicht entscheidend, dass das Kollegium diesen Aspekt besonders im Auge behält und darauf achtet, dass möglichst viel Wertschöpfung tatsächlich vor Ort bleibt.
Was die geäußerte Kritik betrifft, vertreten wir eine andere Einschätzung. Sowohl der Einsatz des Bauhofs als auch die direkten finanziellen Aufwendungen erscheinen uns vertretbar und verhältnismäßig. Solche Beiträge sind Teil der Verantwortung, die Kommunen übernehmen, wenn sie Gastgeber bedeutender Veranstaltungen sein wollen.
Denn klar ist auch: Würde künftig keine belgische Gemeinde mehr bereit sein, einen überschaubaren Beitrag zu leisten, würden Veranstaltungen dieser Größenordnung irgendwann nicht mehr stattfinden. Leidtragende wären am Ende nicht nur die Städte selbst, sondern auch unsere Sportlerinnen, Sportler und Vereine, die andernorts ebenfalls auf solche Gelegenheiten angewiesen sind.
Die Argumentation deckt sich zudem mit den Erläuterungen im Ratsdokument zur Tour de Wallonie, insbesondere in Bezug auf die Kosten und die Außenwirkung für Eupen.

